Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo)
Informationen zu Aufgaben, Bestellung und Qualifikation von Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren
Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) spielt eine entscheidende Rolle im Rahmen der Baustellensicherheit. Gemäß der Baustellenverordnung (BaustellV), die seit 1998 in Kraft ist, ist der Bauherr dazu verpflichtet, einen oder mehrere Koordinatoren zu bestellen, wenn auf der Baustelle Mitarbeiter verschiedener Arbeitgeber tätig sind. Dieser Koordinator, auch SiGeKo genannt, hat die Aufgabe, das Bauvorhaben von Anfang bis Ende sicher zu gestalten.
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Antworten auf die häufigsten Fragen zum SiGeKo
Grundlagen & Rechtliches
1. Was ist ein SiGeKo und was macht er?
Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator – kurz SiGeKo – ist auf Baustellen dafür zuständig, dass die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet ist. Er achtet auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und sorgt dafür, dass Unfälle möglichst gar nicht erst passieren. Vor allem auf größeren Baustellen kommt er regelmäßig zum Einsatz.
2. Ab wann ist ein SiGeKo auf der Baustelle Pflicht?
Sobald mehrere Firmen gleichzeitig oder nacheinander auf einer Baustelle arbeiten, schreibt die Baustellenverordnung in vielen Fällen einen SiGeKo vor. Besonders dann, wenn die Arbeiten gefährlich sind oder wenn es einen Koordinationsbedarf gibt, weil viele Gewerke beteiligt sind.
3. Wer darf als SiGeKo tätig sein?
Ein SiGeKo muss bestimmte Qualifikationen mitbringen. Meistens ist es jemand, der Bauingenieur ist oder eine vergleichbare Ausbildung hat. Wichtig sind zusätzlich Fachkenntnisse im Arbeitsschutz. Eine spezielle Weiterbildung zum SiGeKo ist außerdem erforderlich.
4. Welche gesetzlichen Grundlagen gelten für den SiGeKo?
Die wichtigste Grundlage ist die Baustellenverordnung (BaustellV). Ergänzend gelten die Regeln zum Arbeitsschutzgesetz und die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR). Die RAB 30 (Regeln zum Arbeitsschutz auf Baustellen) beschreibt genauer, was der SiGeKo zu leisten hat.
5. Wer haftet, wenn kein SiGeKo bestellt wird?
Verantwortlich ist in der Regel der Bauherr. Wenn der Bauherr keinen SiGeKo bestellt, obwohl einer notwendig gewesen wäre, kann das ernsthafte rechtliche Folgen haben. Bußgelder sind möglich – schlimmstenfalls haftet der Bauherr persönlich, wenn es zu einem Unfall kommt.
Aufgaben & Leistungen
6. Welche Aufgaben hat der SiGeKo in der Planungsphase?
In der Planungsphase prüft der SiGeKo, welche Gefährdungen auf der Baustelle auftreten könnten. Er erstellt den SiGe-Plan, sorgt für die Vorankündigung und stimmt die Sicherheitsmaßnahmen mit allen Beteiligten ab. Ziel ist, Risiken im Vorfeld zu minimieren.
7. Welche Aufgaben übernimmt der SiGeKo in der Ausführungsphase?
Sobald gebaut wird, überwacht der SiGeKo, dass die Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. Er passt den SiGe-Plan bei Bedarf an, führt Baustellenbegehungen durch und sorgt dafür, dass alle Firmen aufeinander abgestimmt arbeiten, ohne sich gegenseitig zu gefährden.
8. Was ist ein SiGe-Plan und wann wird er benötigt?
Ein SiGe-Plan ist ein Dokument, das alle wichtigen Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz auf der Baustelle enthält. Er ist verpflichtend, wenn mehrere Unternehmen gleichzeitig oder hintereinander tätig sind und besondere Gefährdungen bestehen.
9. Wer erstellt die Vorankündigung nach BaustellV?
Der Bauherr muss die Vorankündigung machen – in der Praxis übernimmt das oft der SiGeKo. Sie wird bei der zuständigen Behörde eingereicht und enthält grundlegende Angaben zum Bauvorhaben, wie die Anzahl der Beschäftigten und die geplante Dauer.
10. Muss der SiGeKo bei allen Baubesprechungen dabei sein?
Nicht zwangsläufig. Aber es ist ratsam, den SiGeKo bei sicherheitsrelevanten Besprechungen dabei zu haben. Gerade, wenn neue Firmen auf die Baustelle kommen oder sich die Abläufe ändern, sollte er informiert sein.
Kosten & Bestellung
11. Wie hoch sind die Kosten für einen SiGe-Koordinator?
Die Kosten hängen stark vom Bauvorhaben ab. Im Schnitt kann man sagen: Zwischen 1.000 und 5.000 Euro bei kleineren Bauvorhaben. Bei Großprojekten können es auch fünfstellige Summen werden.
12. Wovon hängen die Kosten für einen SiGeKo ab?
Vieles spielt da rein: Die Größe der Baustelle, die Anzahl der Firmen, die Gefährdungen – und natürlich auch die Dauer des Projekts. Komplexere Baustellen kosten mehr, weil der Aufwand höher ist.
13. Wer trägt die Kosten für den SiGeKo?
Immer der Bauherr. Er ist derjenige, der den SiGeKo beauftragt, und er zahlt auch die Rechnung. In manchen Fällen werden die Kosten auf die Auftragnehmer umgelegt – das hängt vom Vertrag ab.
14. Gibt es eine Honorar-Tabelle oder feste Sätze für SiGeKo-Leistungen?
Es gibt keine festen Gebühren wie bei Architekten oder Ingenieuren. Manche orientieren sich an der HOAI, andere rechnen nach Aufwand ab – etwa mit Stundensätzen zwischen 70 und 150 Euro.
15. Wie läuft die Beauftragung eines SiGeKo ab?
Meist nimmt der Bauherr frühzeitig Kontakt zu einem SiGeKo auf, am besten schon in der Planungsphase. Dann wird ein Vertrag gemacht, der die Leistungen genau beschreibt. Anschließend beginnt die Zusammenarbeit.
Bestellung von SiGe-Koordinatoren
Die Bestellung eines SiGe-Koordinators sollte rechtzeitig erfolgen, am besten schon zu Beginn der Planungsphase.
Wann ist ein SiGeKo erforderlich? Infos zur Bestellung und Vorgaben für SiGeKos.
Gehalt & Vergütung
16. Wie viel verdient ein SiGeKo im Durchschnitt?
Das Gehalt liegt in Deutschland häufig zwischen 45.000 und 65.000 Euro im Jahr. In großen Städten oder bei komplexen Projekten kann es auch darüber liegen.
17. Gibt es regionale Unterschiede beim SiGeKo-Gehalt?
Ja, auf jeden Fall. In Süddeutschland und in Ballungsräumen wird meist mehr gezahlt. In ländlichen Regionen fällt das Gehalt oft etwas niedriger aus.
18. Was verdient ein freiberuflicher SiGeKo pro Stunde?
Hier gehen die Stundensätze auseinander. Die meisten liegen bei 80 bis 120 Euro. Wer besonders gefragt ist oder Spezialwissen hat, kann auch mehr verlangen.
19. Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt eines SiGeKo?
Vor allem die Erfahrung zählt. Aber auch die Größe und Komplexität der Baustellen spielt eine Rolle. Wer mehrere Großprojekte leitet, verdient in der Regel besser.
20. Verdient ein selbstständiger SiGeKo mehr als ein angestellter?
Oft ja, vor allem, wenn er mehrere Projekte parallel betreut. Aber Selbstständige haben auch mehr Verantwortung – und sie müssen ihre Aufträge selbst akquirieren.
Qualifikation & Ausbildung
21. Welche Ausbildung braucht man, um SiGeKo zu werden?
Um Sigeko zu werden, braucht man zunächst eine Ausbildung oder ein Studium im Bauwesen oder verwandten Bereichen. Danach folgt eine spezielle SiGeKo-Schulung.
22. Gibt es eine gesetzliche Pflicht zur Fortbildung für SiGeKo?
Eine direkte gesetzliche Pflicht gibt es nicht. Aber um auf dem neuesten Stand zu bleiben – vor allem bei Gesetzen – sind regelmäßige Weiterbildungen dringend zu empfehlen.
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Praxis & Erfahrung
23. Kann ein SiGeKo mehrere Baustellen gleichzeitig betreuen?
Ja, das geht. Aber er muss sicherstellen, dass er jeder Baustelle gerecht wird. Bei komplexen Projekten kann es schnell zu viel werden, dann braucht es Prioritäten.
24. Warum ist der SiGeKo so wichtig für die Baustellensicherheit?
Ohne ihn passiert es oft, dass Firmen nebeneinander her arbeiten, ohne aufeinander zu achten. Der SiGeKo sorgt dafür, dass alle wissen, was die anderen tun – und dass niemand zu Schaden kommt.
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